Andere Betroffene berichten, dass sie den Harndrang gar nicht mehr richtig spüren, oder dass Blase und Darm sich entleeren, ohne dass sie es kontrollieren können.
Typische Aussagen sind:
„Mein Harndrang ist nicht kontrollierbar – manchmal läuft es einfach.“
„Seit meinem Schlaganfall habe ich Inkontinenz. Das ist mir unendlich peinlich.“
„Nach der Rückenmarksverletzung kann ich Blase und Darm nicht mehr steuern.“
In solchen Fällen spricht man von einer neurogenen Blasenfunktionsstörung / Inkontinenz (kurz: Inkontinenz neurologisch). Hier liegt die Ursache nicht primär in der Blase selbst, sondern in den Nerven, die Blase, Schließmuskeln und/oder Beckenboden steuern.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
Bei einer neurogenen Blasen- /Darmfunktionsstörung/ Inkontinenz ist die Kontrolle über Blase und/oder Darm gestört, da:
Die Blase füllt sich – aber das Gehirn erhält keine klaren Informationen.
Oder: Der Schließmuskel öffnet sich zu früh oder kann dem Druck nicht standhalten.
Gemeinsam ist allen: Die Ursache ist neurologisch – also in Gehirn, Rückenmark oder peripheren Nerven zu suchen.
Wichtig:
Die medizinische Diagnostik (Neurologie, Urologie, ggf. Proktologie) ist immer der erste Schritt. NeuroLife setzt an, wenn es um Rehabilitation, Training, Elektrostimulation und bessere Nutzung der gegebenen falls vorhandenen Funktionen geht.
Neurologisch bedingte Inkontinenz kann bei verschiedenen Erkrankungen auftreten, zum Beispiel:
Umso wichtiger ist es, Inkontinenz als Symptom einer neurologischen Erkrankung ernst zu nehmen – und aktiv nach Lösungen zu suchen.
Kontinenz ist eine Teamleistung von:
Bei einer neurogenen Blasen- /Darmfunktionsstörung/ Inkontinenz ist dieses Zusammenspiel gestört. Das bedeutet jedoch nicht, dass alles „verloren“ ist. Oft gibt es:
Ob und wie stark sich neurogene Blasen- /Darmfunktionsstörung/ Inkontinenz verbessern lässt, hängt von:
ab.
Auch wenn die Grunderkrankung selbst nicht heilbar ist, können häufig:
Zentral sind:
NeuroLife arbeitet mit EMG-getriggerter Elektrostimulation und Biofeedback, die sich im Bereich Blase, Darm und Beckenboden gezielt einsetzen lässt.
Das Training erfolgt mit einem Therapiegerät für zu Hause, das Sie nach Einweisung täglich (gemäß Trainingsplan) anwenden. NeuroLife begleitet Sie fachlich und passt die Einstellungen an Ihre Diagnose, Ihre Ziele und Ihren Fortschritt an.
Hier sehen Sie Vorher–Nachher-Videos von Patientinnen und Patienten, die nach einem Schlaganfall unter Lähmungen litten.
1)Inkontinenz nach Schlaganfall
Nach Schlaganfall sind Bewusstsein, Aufmerksamkeit, Motorik und Wahrnehmung häufig betroffen. Das kann dazu führen, dass:
Mit funktionellem Training und neuromuskulärer Elektrostimulation kann die Beckenbodenmuskulatur gestärkt und Kontinenzphasen verlängert werden.
2) Inkontinenz nach Rückenmarksverletzung
Nach Verletzungen des Rückenmarks ist die Nervenleitfähigkeit zwischen Gehirn und Blasen-/Darmsteuerung teilweise oder vollständig gestört/unterbrochen. Dennoch können (in manchen Fällen:)
Eine individuell angepasste neuromuskuläre Elektrostimulation kann helfen, vorhandene Muskulatur gezielt zu aktivieren und so die Kontinenz zu verbessern – immer als Ergänzung zu urologischen und rehabilitativen Maßnahmen.
Die Therapie bei NeuroLife kann unter anderem sinnvoll sein bei:
Die Therapie ersetzt keine ärztliche Behandlung, sondern ergänzt sie. Ob eine Elektrostimulation für Sie geeignet ist, wird im Rahmen einer individuellen Einschätzung besprochen.
NeuroLife Therapietechnik verbindet neurologische Expertise mit funktioneller Elektrostimulation. Der Fokus liegt auf:
Im Mittelpunkt stehen:
Vielleicht fragen Sie sich:
Diese Fragen lassen sich am besten im direkten Gespräch klären.
Neurogene Blasen- /Darmfunktionsstörung/ Inkontinenz ist belastend und schränkt den Alltag massiv ein – doch Sie müssen sie nicht einfach hinnehmen. Mit der richtigen Kombination aus medizinischer Behandlung, Training und innovativer, neuromuskulärer Elektrostimulation können Sie aktiv etwas tun, um Kontrolle, Sicherheit und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und mit Ihnen gemeinsam den Weg zurück zu mehr Stabilität, Mobilität und Lebensqualität zu gehen.
Von neurogener Inkontinenz spricht man, wenn Blasen- oder Darmkontrolle durch eine Erkrankung des Nervensystems gestört ist – zum Beispiel nach Schlaganfall, Rückenmarksverletzung, MS oder anderen neurologischen Erkrankungen.
Häufige Ursachen sind Schlaganfall, Hirnblutung, Rückenmarksverletzungen, Multiple Sklerose, Parkinson-Syndrom (e) und periphere Nervenläsionen. Dabei werden Signale zwischen Gehirn, Rückenmark und den Nerven von Blase und/oder Darm gestört.
„Harndrang nicht kontrollierbar“ beschreibt eine Drangsymptomatik: Der Harndrang tritt plötzlich und stark auf, lässt sich kaum unterdrücken und führt häufig zu Urinverlust, bevor die Toilette erreicht wird. Ursache kann eine neurologische Störung der Blasenansteuerung sein.
Das hängt von der Grunderkrankung und dem Ausmaß der Nervenschädigung ab. Oft lassen sich Kontinenz und Alltag durch eine Kombination aus medizinischer Behandlung, Verhaltenstraining, Beckenbodentraining und funktioneller Elektrostimulation spürbar verbessern.
NeuroLife nutzt EMG-getriggerte Elektrostimulation mit Biofeedback, um Beckenboden- und Schließmuskulatur gezielt zu aktivieren /trainieren /stärken. So lernen Sie, die richtigen Muskeln besser anzusteuern, die Kontinenzphasen zu verlängern und den Alltag sicherer und planbarer zu gestalten.
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